Sollte man als Unternehmen in Bitcoin investieren?

1,5 Milliarden US Dollar hat Tesla in Bitcoin investiert. Aber nicht nur Elon Musk ist ein großer Krypto-Fan – es gibt immer mehr Unternehmer, die ihr Geld in Kryptowährungen stecken. Square, betrieben von Jack Dorsey, ist ein Fintech, das ebenfalls Bitcoin im Wert von 170 Millionen US Dollar hat. Aber nicht nur US Firmen haben an Kryptowährungen Gefallen gefunden.

Bitcoin-Investitionen scheinen in den Büchern auf

Pekuna, ein Berliner Start Up, hilft Anlegern, wenn es Steuerprobleme mit Kryptowährungen gibt. Der Gründer, Werner Hoffmann, ist selbst von Bitcoin überzeugt und hat seine Firmen- sowie Investorengelder in den Kryptomarkt gesteckt.

Die Gründe, um in einen Markt zu investieren, der volatil ist? Die Volatilität ist immer nur kurzfristig ist. Das bedeutet, beobachtet man die Kryptowährungen auf lange Sicht, dann geht die Kurve steil nach oben. Diese Ansicht ist es auch, die Investoren überzeugt. Denn wer sich mit der Entwicklung auf lange Sicht befasst, wird sehen, dass es zwar immer wieder Korrekturen gegeben hat, am Ende der gesamte Kryptomarkt, angeführt vom Bitcoin, ein starkes Wachstum erleben konnte.

Aber worauf ist zu achten, wenn man in Bitcoin investiert? Es geht nicht darum, dass man hier Investitionsgewinne am Finanzamt vorbeischummelt, da die Investitionen natürlich in den Büchern vorkommen müssen. Das heißt, es wird dokumentiert, dass es Finanzmittel gibt, die vom Firmenkonto weggegangen sind. Aber am Ende ist es eine Möglichkeit, wie man Steuern sparen kann. Denn wer in Bitcoin investiert, darf Verluste abschreiben. Geht es also am Bilanzstichtag, das ist der 31. Dezember, mit dem Bitcoin nach unten, dann könnte ein Verlust abgeschrieben werden, der gegen andere Gewinne gegengerechnet werden darf. Jedoch ist das definitiv nicht die Strategie, um Steuern zu vermeiden, da man auch die Gewinne, die durch Kryptowährungen entstehen, versteuern muss.

Die Klimabilanz – ein größeres Problem als die Volatilität?

Ein Problem, das jedoch auch immer mehr Unternehmen beschäftigt, ist die Klimabilanz. Die öffentliche Meinung mag hier zur Gänze negativ sein, es gibt aber Studien, die heute schon aufzeigen, dass der Bitcoin bzw. die Kryptowährungen doch nicht so klimaschädlich sind, wie das gerne dargestellt wird. Das deshalb, weil ein Großteil des notwendigen Energiebedarfs von regenerativen Energien abgedeckt wird. Das deshalb, da es sich um den günstigsten Strom handelt.

Und nicht nur Bitcoin und Co. benötigen viel Strom. Auch Amazon, Google oder YouTube und viele andere Tech-Konzerne sind wahre Stromfresser – Kritik wird hier aber nicht geübt.

Höhenflüge und Abstürze

Wer ein Bitcoin Konto eröffnen will, sollte sich von Anfang an bewusst machen, dass das Investieren in die Kryptowährung nicht so ungefährlich ist, wie man das zu Beginn glauben könnte. Natürlich zeigen die Entwicklungen der letzten Jahre, dass es immer nur bergauf gegangen ist – die Korrekturen, die stattgefunden habe, spielen hier letztlich nur Nebenrollen. Auch wenn es ärgerlich bzw. beunruhigend ist, wenn es von 60.000 US Dollar in Richtung 40.000 US Dollar geht, dann freut man sich am Ende umso mehr, wenn sich der Bitcoin wenige Wochen später in Richtung 50.000 US Dollar bewegt.

Vor allem gibt es Prognosen, die erfolgversprechend ist. Denn viele Experten sind der Überzeugung, es ist nicht nur die Frage, ob der Bitcoin einmal die 100.000 US Dollar-Hürde überspringen wird, sondern geht es vielmehr darüber, wann wird dieser Zeitpunkt sein?

Das Überspringen der 20.000 US Dollar-Hürde, das Ende 2020 beobachtet werden konnte, hat die Kryptowährung in weiterer Folge von einem Allzeithoch zum nächsten Allzeithoch gebracht. Nach kürzeren Korrekturen, die den Bitcoin sogar von über 60.000 US Dollar unter 30.000 US Dollar gedrückt haben, ging es im November 2021 auf über 69.000 US Dollar.

Ruhe bewahren

Wichtig ist, dass man die Ruhe hat und auch die Nervenstärke, wenn man sich dafür entscheidet, Firmenvermögen in die Kryptowährung zu stecken. In Bitcoin zu investieren kann nervenaufreibend sein – aber auch gewinnbringend, wenn man hier Geduld hat. Denn wie die Vergangenheit gezeigt hat, geht es eigentlich immer nach oben. Und die Prognosen besagen, der Weg, der nach oben geht, ist noch lange nicht zu Ende.

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