Gemeinwohl-Ökonomie: Gutes Leben für alle

Im Mai 2019 fanden sich acht Firmen aus der Region Augsburg zu einem ersten Workshop zusammen, um sich auf den Weg zur Gemeinwohlbilanzierung zu machen. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie Wert auf ein Wirtschaftssystem legen, bei dem ein gutes Leben für alle – Menschen, Tiere, Pflanzen, unser Planet Erde, das Gemeinwohl also – im Mittelpunkt steht.

In einem einjährigen Prozess berichten die Firmen über insgesamt 20 Themen, die das Gelingen ihrer Beziehungen zu MitarbeiterInnen, KundInnen, LieferantInnen, GeldgeberInnen und dem weiteren gesellschaftlichen Umfeld beleuchten.

Wertschöpfend arbeiten im liesLotte Medien Verlag

„Seit Verlagsgründung vor zehn Jahren leben wir im liesLotte Medien Verlag eine besondere Unternehmenskultur“ erzählt Verlegerin Uta Börger. „Doch seit nunmehr fast eineinhalb Jahren haben wir begonnen, uns intensiv mit unseren Werten auseinanderzusetzen, diese niederzuschreiben und uns weitere Ziele zu setzen.“ So veröffentlichte der Verlag seinen ersten CSR-Bericht (Corporate Social Responsibility) mit dem Titel „Wertschöpfend arbeiten geht (gut)!“, der sich mit unserer sozialen und ökologischen Verantwortung beschäftigt.

„Aber wir wollen uns nicht auf dem ausruhen, was wir bereits geschafft haben, sondern noch mehr für die MitarbeiterInnen, die Umwelt, die Region und die Gesellschaft erreichen. Daher haben wir im März beschlossen, uns gemeinsam mit weiteren sieben Unternehmen aus der Region Augsburg und Schwaben auditieren zu lassen.“

Erste Themen der Evaluierung

Im Fokus des Gemeinwohlberichts im liesLotte Medien Verlag steht dabei immer eine ethische Marktwirtschaft, die auf einer guten Balance zwischen Wirtschaftlichkeit und Menschlichkeit gründet.

Im ersten Treffen der Peergroup wurden zwei Themen, die die Zulieferkette betreffen, evaluiert:

Im Bereich Menschenwürde geht es um die Arbeitsbedingungen und gesellschaftlichen Auswirkungen in der Zulieferkette. Hier wird geprüft, nach welchen Kriterien Produkte und Dienstleistungen zugekauft werden und ob Verstöße gegen die Menschenwürde bei den LieferantInnen vorliegen.

Das zweite Thema betrifft die Solidarität und Gerechtigkeit in der Zulieferkette. Dazu gehören faire Preis-, Zahlungs- und Lieferbedingungen sowie gemeinsame lange und partnerschaftliche Geschäftsbeziehungen, aber auch die Planungssicherheit für LieferantInnen hinsichtlich Mengen, fixierten Preisen und Abnahmegarantien.

Interne Prozesse stoßen Entwicklung an

„Im Rahmen der Berichterstellung beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe im Verlag intensiv mit den vorgegebenen Fragen“, erzählt Uta Börger. „Interessant ist dabei der interne Prozess, der dadurch in Gang kommt. Wir prüfen eigene Abläufe im Unternehmen und können so bewusst und klar erkennen, dass wir schon einiges richtig machen und auf einem guten Weg sind. Diese Wahrnehmung motiviert, stärkt und tut dem Team gut. Andererseits schauen wir auch ehrlich hin, wo noch Verbesserungspotential besteht. Welchen Rahmenbedingungen können wir noch zum Wohle aller optimieren? Wo können wir neue strukturelle Regelungen schaffen, die Klarheit und Gerechtigkeit für alle bringen? Warum machen wir Dinge schon seit langem genauso, wie wir es machen? Muss das so bleiben? Dieser gesamte Prozess ist höchst spannend und bringt meinem Verlag Bewegung, Veränderung, Fokussierung und Weiterentwicklung.“

.

Gutes Leben für alle

Über die Gemeinwohlökonomie

Die Gemeinwohl-Ökonomie schafft die Basis für eine ethische Marktwirtschaft, deren Ziel nicht die Vermehrung von Geldkapital ist, sondern das gute Leben für alle. Denn Menschenwürde, Menschenrechte und ökologische Verantwortung sollten als Gemeinwohlwerte in der Wirtschaft selbstverständlich werden

Kontakt

liesLotte Medien Verlag
Uta Börger

Schillstr. 129 b
86169 Augsburg

Fon: 0821-50 85 111

Web: www.lieslotte-medien-verlag.de
Mail: Geschäftsführung Uta Börger geschaeftsfuehrung@lieslotte.de
Facebook: www.facebook.com/lieslotte